Mega Drive Konsolen
Eine Handheld-Konsole für die Mega-Drive-Emulation ist wohl der einfachste Kauf im Retrogaming. Die 16-Bit-Konsole von Sega, in Nordamerika als Genesis bekannt, gehört zu den anspruchslosesten Systemen: Alle Konsolen dieser Auswahl, auch die Einstiegsmodelle, geben sie originalgetreu wieder. Die eigentliche Frage ist also nicht die Leistung, sondern der Spielkomfort, das Displayformat und die Tasten. So wählen Sie richtig.
Warum das Mega Drive unterwegs emulieren
Das Mega Drive besitzt eine sofort erkennbare visuelle und klangliche Identität aus schnellen Sprites und FM-Klängen. Sonic the Hedgehog 2 und Sonic 3 & Knuckles, Streets of Rage 2, Gunstar Heroes, Golden Axe, Shinobi III, Phantasy Star IV, Thunder Force IV, Comix Zone, Ecco the Dolphin oder Castlevania Bloodlines bleiben Referenzen des 2D-Spiels.
Dieser Katalog ist perfekt für unterwegs: Es sind überwiegend Actionspiele mit kurzen Sessions, gemacht, um sie in wenigen Minuten wieder aufzunehmen. Die Savestates der Emulatoren ändern zudem viel bei Titeln, die als schwer gelten und ursprünglich weder Speicherfunktion noch unbegrenzte Continues boten. Eine eigene Konsole bietet außerdem, was ein Smartphone nie geben wird: ein physisches Steuerkreuz, auf diesem System unverzichtbar.
Was es für eine gute Mega-Drive-Emulation braucht
Das Mega Drive ist ein System mit geringem Leistungsbedarf. Die Allwinner-Chips in den Linux-Konsolen dieser Auswahl haben reichlich Spielraum, und Android-Geräte liegen weit über dem Bedarf. Die entscheidenden Kriterien liegen also woanders:
- Die Anzahl der Tasten. Das ist der wichtigste Punkt. Der Originalcontroller hatte nur drei Aktionstasten, doch Sega brachte später einen Controller mit sechs Tasten heraus, den vor allem Prügelspiele wie Street Fighter II Special Champion Edition oder die SNK-Titel nutzen. Eine Konsole mit vier Fronttasten plus zwei Schultertasten bildet diese Konfiguration mühelos nach, was auf alle Modelle dieser Kollektion zutrifft.
- Das Displayformat. Das Mega Drive gibt in 4:3 aus. Ein 4:3- oder quadratisches Display nutzt die Fläche also besser als ein 16:9, das seitliche schwarze Balken oder ein gestrecktes Bild zeigt.
- Die Klangwiedergabe. Der FM-Soundchip des Mega Drive macht einen großen Teil seiner Identität aus. Die Wiedergabequalität hängt vor allem vom Emulator und seinen Einstellungen ab; auf modernen Oberflächen stehen oft mehrere Emulationskerne bereit, sodass Sie den nach Gehör bevorzugten wählen können.
- Die Erweiterungen. Das Mega CD und das 32X sind Sonderfälle: Sie verlangen mehr Ressourcen und ihre Emulation ist unregelmäßiger als die klassischer Module. Wenn Sie diese Erweiterungen wirklich interessieren, orientieren Sie sich eher an den Android-Modellen der Auswahl.
- Die verwandten Systeme. Master System und Game Gear sind technisch sehr nah und laufen ohne Schwierigkeiten auf all diesen Konsolen.
Welche Konsole aus unserer Auswahl
Kleines Budget: das Wesentliche der 16-Bit-Ära von Sega
Für das Mega Drive sind kompakte Linux-Konsolen die vernünftigste Wahl: Sie starten sofort, verbrauchen wenig und kosten deutlich weniger. Die Anbernic RG35XX Pro mit ihrem 3,5"-IPS-Display (8,9 cm) in 640x480 im 4:3-Format ist ein sehr ausgewogener Einstieg im vertikalen Design. Die Anbernic RG40XX H und die Anbernic RG 40XXV wechseln auf ein 4"-Display (10,2 cm) in 640x480, die erste im horizontalen Format mit Griffen, die zweite im vertikalen Format, mit einer angegebenen Laufzeit um 6 Stunden. Die Anbernic RG CubeXX mit ihrem quadratischen 3,95"-Display (10 cm) eignet sich besonders für 4:3-Spiele.
Vielseitigkeit: das Mega Drive und der Rest
Wenn Sie ein größeres Display und eine breitere Bibliothek möchten, bieten die TRIMUI Smart Pro und die TRIMUI Smart Pro S ein 4,96"-IPS-Panel (12,6 cm) in 720p unter Linux, mit einem Akku von 5000 mAh. Ihr 16:9-Format ist für das Mega Drive allein weniger ideal, doch das Display ist komfortabel und die Plattform deckt weit mehr Systeme ab. Bei Android behält die Anbernic RG406V mit ihrem 4"-Touchdisplay (10,2 cm) in 960x720 das 4:3-Format und öffnet zugleich den Zugang zu Apps und Android-Emulatoren.
Oberklasse: eine einzige Konsole für alles
Das Mega Drive allein rechtfertigt kein Oberklasse-Gerät, doch wenn Sie eine einzige Konsole für alles wollen, fehlt es der Auswahl nicht an Optionen. Die Anbernic RG556 setzt auf ein AMOLED-Panel mit 5,48" (13,9 cm) in 1080p und einen USB-C-Videoausgang; die Anbernic RG476H und die Anbernic RG Slide teilen sich dieselbe Unisoc-T820-Plattform, die zweite in einem Schiebegehäuse. Um in der Oberklasse beim 4:3-Format zu bleiben, bieten die Anbernic RG477M und die Anbernic RG 477V ein 4,7"-LTPS-Display (11,9 cm) im 4:3-Format mit einem Dimensity 8300. Schließlich decken die Anbernic RG557, die Retroid Pocket 4 Pro, die Retroid Pocket 5, die Retroid Pocket Flip 2 und die Retroid Pocket 6 die Bedürfnisse jener Spieler ab, die auch die 3D-Generationen anvisieren.
Vergleichstabelle
| Modell | System | Display | Einsatzprofil |
|---|---|---|---|
| Anbernic RG35XX Pro | Linux | IPS 3,5" (8,9 cm) 640x480 (4:3) | Kleines Budget, vertikales Format |
| Anbernic RG40XX H | Linux | IPS 4" (10,2 cm) 640x480 (4:3) | Horizontaler Komfort, 2D |
| Anbernic RG CubeXX | Linux 64 Bit | IPS 3,95" (10 cm) quadratisch | Originelles Format, passend zu 4:3 |
| TRIMUI Smart Pro | Linux | IPS 4,96" (12,6 cm) 1280x720 (16:9) | Großes Display, breite Bibliothek |
| Anbernic RG406V | Android 13 | IPS 4" (10,2 cm) 960x720 (4:3) | Kompaktes Android im 4:3-Format |
| Anbernic RG556 | Android 13 | AMOLED 5,48" (13,9 cm) 1080p | Großes Display, USB-C-Videoausgang |
| Anbernic RG477M | Android | LTPS 4,7" (11,9 cm) 1280x960 (4:3) | Oberklasse im 4:3-Format |
| Retroid Pocket 5 | Android | AMOLED 5,5" (14 cm) | Vielseitig, Retro und 3D |
Häufige Fragen
Werden die Konsolen mit Mega-Drive-Spielen verkauft?
Es sind Emulationsgeräte, die ohne Sega-Lizenzspiele verkauft werden. Um im rechtlichen Rahmen zu bleiben, müssen Sie Sicherungskopien von Spielen nutzen, die Sie physisch besitzen, oder rechtefreie Inhalte und Homebrews: Die Mega-Drive-Szene ist übrigens sehr aktiv und bringt aktuelle Kreationen von hoher Qualität hervor. Wir liefern und empfehlen keinerlei Quelle für kommerzielle ROMs.
Funktionieren alle Mega-Drive-Spiele?
Bei klassischen Modulen ist die Kompatibilität heute ausgezeichnet, und der Katalog läuft ohne Schwierigkeiten auf dieser gesamten Auswahl. Die Vorbehalte betreffen vor allem die Erweiterungen: Mega CD und 32X sind anspruchsvoller und ihre Emulation ist je nach Titel und Emulator unregelmäßiger. Master-System- und Game-Gear-Spiele bereiten dagegen keinerlei Probleme.
Wie übertrage ich meine Spiele auf die Konsole?
Sie kopieren Ihre Dateien auf die microSD-Karte, in den Ordner des jeweiligen Systems. Bei Linux-Konsolen genügt es, die Karte zu entnehmen und mit einem Lesegeät an einen Computer anzuschließen. Bei Android-Modellen ist die Übertragung per USB-Kabel oder über WLAN in der Regel möglich. Da Mega-Drive-Spiele sehr leicht sind, genügt eine Karte mit bescheidener, aber zuverlässiger Kapazität.
Welche Laufzeit ist zu erwarten?
Das Mega Drive ist eines der genügsamsten Systeme, hier halten die Konsolen also am längsten durch. Die kompakten Linux-Modelle geben mehrere Stunden Spielzeit an: Das Datenblatt der Anbernic RG40XX H nennt bis zu 6 Stunden mit ihrem Akku von 3200 mAh, und die TRIMUI Smart Pro und Smart Pro S tragen 5000 mAh. Die tatsächlichen Werte schwanken je nach Helligkeit und WLAN.
Kann ich meine Konsole an einen Fernseher anschließen?
Das hängt vom Modell ab und ist vor dem Kauf zu prüfen. Mehrere Android-Konsolen der Auswahl verfügen über einen Videoausgang per USB-C: Die Datenblätter der Anbernic RG556 und der Anbernic RG476H nennen einen 1080p-Ausgang. Die kleinen Linux-Konsolen bieten diese Möglichkeit nicht alle. Um auf dem großen Bildschirm dem Original nahezukommen, ergänzt ein externer Controller die Installation gut.
Linux oder Android für das Mega Drive?
Für dieses System genügt Linux völlig und ist oft vorzuziehen: sofortiger Start, auf das Spiel ausgerichtete Oberfläche, bessere Laufzeit und günstigerer Preis. Android bringt beim Mega Drive selbst nichts Entscheidendes, wird aber interessant, wenn Sie auch die Erweiterungen Mega CD und 32X, die 3D-Generationen, Apps oder Game-Streaming anvisieren. Es ist eine Entscheidung über den Gesamteinsatz, nicht über die 16-Bit-Qualität.
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