Konsolen nach System
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Eine Retro-Multisystem-Konsole beschränkt sich nicht auf eine einzige Originalmaschine: Sie vereint Dutzende Plattformen in einem einzigen Handheld – vom Game Boy über Super Nintendo, Mega Drive, Nintendo 64 und PSP bis zur PlayStation 2. Das ist der einfachste Weg, eine ganze Sammlung mitzunehmen, ohne Konsolen und Module zu stapeln. Diese Auswahl bündelt die vielseitigsten Modelle unseres Sortiments, vom Kompaktformat bis zur Oberklasse.
Was eine Multisystem-Konsole ist – und wie weit sie geht
Das Prinzip ist einfach: Ein moderner Handheld unter Linux oder Android führt Emulatoren aus, also Software, die die Funktionsweise alter Maschinen nachbildet. Eine einzige Konsole startet so ein Game-Boy-Advance-Spiel, danach ein Nintendo-64-Spiel und anschließend einen PlayStation-Titel, ohne Hardwarewechsel. Die Bibliothek passt auf eine microSD-Karte, und die Oberfläche sortiert alles nach System.
Der Nutzen geht über reine Bequemlichkeit hinaus. Diese Geräte bringen Funktionen mit, die die Originalhardware nie hatte: Speichern zu jedem beliebigen Zeitpunkt, Zurückspulen, schneller Vorlauf, freie Tastenbelegung, Anzeigefilter, automatische Cover und Metadaten. Sie umgehen zudem den Verschleiß alter Hardware: leere Stützbatterien, oxidierte Kontakte, müde Laufwerke.
Bleibt die eigentliche Frage: Wie weit geht das? Man muss in Schwierigkeitsstufen denken, denn „Multisystem“ bedeutet nicht „alle Systeme“.
- 8- und 16-Bit-Systeme (NES, Super Nintendo, Mega Drive, Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance, klassische Arcade): ausgereifte, genügsame Emulation, die jede Maschine auf dieser Seite beherrscht.
- Generation 32/64 Bit (PlayStation 1, Nintendo 64, in gewissem Maße Dreamcast): deutlich anspruchsvoller als 2D, von aktuellen Chips aber gut im Griff.
- PSP und moderne Handheld-Systeme: verlangen echte Leistung, mit deutlichem Bildgewinn, sobald man die Renderauflösung anhebt.
- GameCube, PlayStation 2, Wii: die Königsklasse. Diese Systeme laufen nur auf Android-Chips der Oberklasse sauber, und die Kompatibilität schwankt von Spiel zu Spiel.
Was es braucht, um mehrere Systeme gut zu emulieren
Die Wahl entscheidet sich weniger an der Zahl der beworbenen Systeme als daran, wie gut die anspruchsvollsten davon laufen. Ein paar konkrete Kriterien.
- Die Prozessorklasse. Das ist der entscheidende Faktor. Ein Einstiegschip glänzt bei 2D und PS1, stößt darüber hinaus aber schnell an seine Grenzen. Aktuelle Oberklasse-Chips öffnen den Zugang zu den schweren Systemen.
- Das Displayformat. Kein Format passt zu allem. 4:3 entspricht der überwältigenden Mehrheit der Retro-Systeme, von der NES bis zur PS2. 16:9 ist das native Format der PSP und der Android-Spiele. Wenn Ihre Sammlung sehr gemischt ist, werden Sie in dem einen oder anderen Fall schwarze Balken haben: Entscheiden Sie besser nach den Systemen, die Sie am meisten spielen.
- Die Bedienelemente. Ein oder zwei Analogsticks, je nach anvisierten Systemen. 3D-Spiele mit freier Kamera (PS2, GameCube) verlangen einen zweiten Stick. Hall-Effekt-Sticks verhindern Drift im Dauerbetrieb.
- Kühlung und Akku. Je schwerer das emulierte System, desto stärker arbeitet der Prozessor, desto schneller sinkt die Laufzeit und desto höher steigt die Temperatur. Eine aktive Kühlung hilft, lange Sessions auf anspruchsvollen Systemen durchzuhalten.
- Das Betriebssystem. Linux startet schnell und kommt direkt zur Sache; Android bietet weit mehr Emulatoren, häufige Updates und Zugang zum Streaming – um den Preis von etwas Konfigurationsaufwand.
Welche Konsole aus unserer Auswahl
Kleines Budget: das Wesentliche des Retro
Die Anbernic RG35XX Pro setzt auf ein kompaktes Hochformat mit 3,5"-IPS-Display (8,9 cm) in 640×480, einen H700-Quad-Core und ein 64-Bit-Linux. Sie ist die richtige Wahl, wenn Ihre Priorität bei 2D-Systemen und der PlayStation-Generation liegt: originalgetreues 4:3-Format, sofortiger Start, 3.200-mAh-Akku. Ihre Ausstattung ist dagegen nicht für die schwersten 3D-Systeme ausgelegt – und das ist eine bewusste Entscheidung.
Vielseitigkeit: breite Abdeckung ohne ausufernde Maße
Die Anbernic RG Slide basiert auf einem Unisoc T820, 8 GB RAM und einem 4,7"-LTPS-Display (11,9 cm) mit 1280×960 und 120 Hz unter Android 13, mit Lüfter und Heatpipe. Ihr Schiebeformat schützt das Panel im geschlossenen Zustand – ein echter Vorteil für eine Konsole, die man täglich mitnimmt. Ein guter Kompromiss: sehr souverän bei klassischen Retro-Systemen, je nach Titel und Einstellungen auch darüber hinaus fähig.
Oberklasse: die breiteste Abdeckung
Die Anbernic RG557 kombiniert einen MediaTek Dimensity 8300, 12 GB LPDDR5X-RAM, UFS-4.0-Speicher und ein 5,48"-AMOLED-Display (13,9 cm) in 1080p unter Android 14. Die Retroid Pocket 6 setzt auf einen Snapdragon 8 Gen 2, ein 5,5"-AMOLED-Display (14 cm) mit 120 Hz, einen 6.000-mAh-Akku und aktive Kühlung. Die AYN Thor nutzt ebenfalls einen Snapdragon 8 Gen 2, dazu ein 6"-IPS-Display (15,2 cm) in 1920×1080, 8 GB LPDDR5x-RAM und einen 8.000-mAh-Akku unter Android 13. Das sind die Geräte dieser Seite mit der größten Reserve für anspruchsvolle Systeme – und sie bleiben beim klassischen Retro völlig souverän.
Vergleichstabelle
| Modell | System | Display | Chip | RAM | Akku |
|---|---|---|---|---|---|
| Anbernic RG35XX Pro | Linux 64 Bit | IPS 3,5" / 8,9 cm 640×480 (4:3) | H700 Quad-Core Cortex-A53 | 1 GB LPDDR4 | 3.200 mAh |
| Anbernic RG Slide | Android 13 | LTPS 4,7" / 11,9 cm 1280×960 120 Hz (4:3) | Unisoc T820 | 8 GB LPDDR4X | 5.000 mAh |
| Anbernic RG557 | Android 14 | AMOLED 5,48" / 13,9 cm 1920×1080 (16:9) | Dimensity 8300 | 12 GB LPDDR5X | 5.500 mAh |
| Retroid Pocket 6 | Android 13 | AMOLED 5,5" / 14 cm 1920×1080 120 Hz (16:9) | Snapdragon 8 Gen 2 | 8 oder 12 GB LPDDR5x | 6.000 mAh |
| AYN Thor | Android 13 | IPS LCD 6" / 15,2 cm 1920×1080 (16:9) | Snapdragon 8 Gen 2 | 8 GB LPDDR5x | 8.000 mAh |
Häufige Fragen
Werden Spiele mit der Konsole geliefert?
Unsere Konsolen werden ohne kommerzielle Spiele verkauft. Eine Sicherungskopie ist nur für den strikt privaten Gebrauch und nur dann zulässig, wenn Sie das Original besitzen. Sie müssen also Ihre eigenen Spiele verwenden oder auf rechtefreie Inhalte und die zahlreichen unabhängigen Produktionen zurückgreifen, die für diese Plattformen legal vertrieben werden. Wir liefern weder kommerzielle ROMs noch BIOS-Dateien noch Download-Adressen.
Welche Systeme laufen gut und welche nicht?
Die 8- und 16-Bit-Systeme, die PlayStation 1 und die Nintendo 64 laufen auf dieser gesamten Auswahl sehr gut. Die PSP verlangt mehr Leistung. GameCube, PS2 und Wii kommen realistisch nur auf den Oberklasse-Modellen infrage, mit einer Kompatibilität, die von Spiel zu Spiel schwankt: Manche Titel laufen einwandfrei, andere ruckeln oder zeigen Grafikfehler.
Wie übertrage ich meine Spiele auf die Konsole?
Sie kopieren Ihre Dateien vom Computer auf die microSD-Karte, je nach Modell über ein Kartenlesegerät oder per USB-Kabel. Üblich ist ein Ordner pro System, den die Oberfläche anschließend automatisch erkennt. Verwenden Sie eine microSD-Karte einer anerkannten Marke mit ausreichender Geschwindigkeitsklasse: Das ist der beste Schutz vor langen Ladezeiten und beschädigten Dateien.
Welche Laufzeit ist zu erwarten?
Sie hängt direkt vom emulierten System ab. Ein Game-Boy-Advance-Spiel fordert den Prozessor kaum, während moderne 3D-Emulation ihn voll ausreizt, Lüfter inklusive. Die angegebenen Kapazitäten reichen bei dieser Auswahl von 3.200 bis 6.000 mAh. Helligkeit senken, WLAN abschalten und die Renderauflösung begrenzen verlängert die Sessions bei jedem Modell spürbar.
Lassen sich meine Spielstände übertragen?
Ja. Emulatoren erzeugen zwei Arten von Dateien: die spielinternen Speicherstände, die die Original-Stützbatterie oder Memory Card nachbilden, und die Savestates, die zum Emulator gehören. Beide lassen sich auf einen Computer oder in einen Cloud-Dienst kopieren und von einer Konsole zur anderen übertragen. Exportieren Sie sie regelmäßig – eine microSD-Karte kann ohne Vorwarnung ausfallen.
Linux oder Android?
Eine Linux-Konsole startet in wenigen Sekunden, verbraucht wenig und konzentriert sich auf Retro: die einfache Wahl für 2D-Systeme und PS1. Eine Android-Konsole eröffnet eine deutlich größere Auswahl an Emulatoren, regelmäßige Updates, Streaming und Apps, verlangt dafür aber mehr Konfiguration. Wer die meisten Systeme abdecken will, kommt an Android nicht vorbei.
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Game Boy
Das Original. Die Handheld-Revolution von 1989.
Game Boy Color
Farbe verändert alles. Die GBC-Hits.
Game Boy Advance
Die SNES in Ihrer Tasche. Die 32-Bit-Power.
Nintendo 3DS
3D ohne Brille und eine riesige Spielebibliothek.
Super Nintendo
Das goldene Zeitalter der 16 Bit. Kultgrafik.
Nintendo 64
Die 3D-Revolution. Mario, Zelda, GoldenEye.
GameCube
Der kleine starke Würfel. Legendäre Exklusivtitel.
PlayStation 1
Die Konsole, die alles veränderte. Die CD-ROM-Ära.
PlayStation 2
Die meistverkaufte Konsole der Geschichte. Mythisch.
PSP
PlayStation-Power für unterwegs. Kino und Spiele.
Mega Drive
"Sega ist stärker als du". Sonics Geschwindigkeit.
Noch tiefer einsteigen
Die Wahl einer Multisystem-Konsole richtet sich vor allem nach den Plattformen, die Sie tatsächlich spielen. Stöbern Sie durch unser gesamtes Sortiment an Handheld-Konsolen, vergleichen Sie die Linux- und Android-Modelle oder nutzen Sie unseren Vergleicher, um nach Leistung und Displayformat zu entscheiden. Denken Sie zuletzt an die microSD-Karte: Sie beherbergt Ihre Sammlung, und ihre Qualität entscheidet über den Komfort im Alltag.








